Dresden ist Teil der Zentren für Gesundheitsforschung

Freuen sich über den Erfolg der Dresdner Hochschulmedizin: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2. v. l.), Prof. D. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (l.) und TURektor Prof. Hans Müller-Steinhagen (3. v. l.). Foto: Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus

Freuen sich über den Erfolg der Dresdner Hochschulmedizin: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (2. v. l.), Prof. D. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (l.) und TURektor Prof. Hans Müller-Steinhagen (3. v. l.). Foto: Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus

Die Bundesregierung initiierte sechs Deutsche Zentren für Gesundheitsforschung. An dreien davon sind die Dresdner Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus und das Universitätsklinikum beteiligt. Durch die erfolgreiche Teilnahme an den Wettbewerben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden von Dresden wichtige Impulse im Kampf gegen die großen Volkskrankheiten ausgehen.

(Frances Heinrich) Krebs, neurodegenerative Erkrankungen und Diabetes sind die Schwerpunkte, welche die Forschungsarbeit der Medizinischen Fakultät treffen. Mit den Partnerstandorten des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung sowie der Deutschen Zentren für Diabetesforschung und für Neurodegenerative Erkrankungen belegt Dresden den dritten Platz im Ranking der deutschen Hochschulmedizin.

Diabetesforschung

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e. V. (DZD) bringt Experten auf diesem Gebiet zusammen und vernetzt Grundlagenforschung, translationale Forschung, Epidemiologie und klinische Anwendung miteinander. Das DZD unterstützt die Aufklärung der Krankheitsentstehung, Forschungen zur Entwicklung von evidenzbasierter Prävention, die Vorsorge- und Versorgungsforschung und ergründet Konzepte für individualisierte, kausale Therapien. Die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Forschungsgruppen fokussieren Risiken, Entstehung, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes. Die Dresdner Medizinische Fakultät forscht hauptsächlich zu der Pathophysiologie des Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

Neurodegenerationen

Neurodegenerative Erkrankungen umfassen das Zellsterben im Gehirn. Beispiel für eine solche Krankheit ist beispielsweise Alzheimer. Bis zu einem gewissen Grad kann das Gehirn der Neurodegeneration selbst entgegenwirken: So weiß man, dass Sport und die Schulung des Geistes die Kompensationsmechanismen des Gehirns aktivieren und dem Risiko neurodegenerativer Erkrankungen vorbeugen können. Eine wesentliche Funktion kommt hierbei dem Hippocampus zu, dem für die Gedächtnisbildung zuständigen Gehirnareal. Dieser Aspekt bildet die Grundlage des Dresdner Standortes des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen. Ziel der Forschung ist es, die Kompensationsvorgänge detaillierter zu ergründen und herauszufi nden, welche Möglichkeiten nicht-pharmakologische Interventionen haben, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns bei neurodegenerativen Erkrankungen wieder zu steigern.

Krebsforschung

Das wissenschaftliche Gesamtkonzept der Partner im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung sieht sieben translationale Forschungsprogramme auf den Gebieten Sig nalwege der Krebsentstehung, Molekulare Diagnostik von Krebserkrankungen, Tumorimmunologie, Stammzellen und Krebs, Therapieresistenz, Krebsvorbeugung und Früherkennung sowie den Dresdner Schwerpunkt „Bildgebung und Strahlentherapie“ vor. Fünf Forschungsplattformen stehen allen Partnerstandorten zur Verfügung, eine Klinische Kommunikationsplattform ermöglicht die Diagnostik nach einheitlichen Konditionen.

Wirtschaftsfaktor

Dresdens Erfolg bei der Bewerbung als Partnerstandort für die Zentren der deutschen Gesundheitsforschung zeigt die Attraktivität der Landeshauptstadt als Forschungsmetropole. Neben Wissenschaft, Studenten und Patienten profi tiert auch der Arbeitsmarkt: 500 neue hochqualifi zierte Arbeitsplätze können durch bewilligte und selbst eingeworbene Forschungsgelder fi – nanziert werden. Darüber hinaus arbeiten Medizinische Fakultät und Klinikum mit unzähligen Unternehmen der medizinischen und medizintechnischen Branche zusammen und sind dadurch auch ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor.