“Yello“ ist ein akrobatischer Clown oder aber ein clownischer Akrobat – ganz wie man will. Er entzückte zur ersten Sarrasani Spielzeit das Publikum und schafft es in diesem Jahr – man ist mittlerweile in der 8. Saison – spielend leicht wieder. Mit schrillem Outfit turnte sich Lloyd Kandlin am Vertikaltuch hoch und runter, inklusive Drehungen und einem Ausrollen, was im ersten Moment wie ein Fallen wirkte und den Gästen einen Moment des Erschreckens bescherte. Immerhin: Für alle anderen Künstler der neuen Show „Luminesque“ war ihr Auftritt eine Premiere, ausgenommen natürlich für den Chef selbst, der immer wieder gern den Tiger aus Käfig oder Kugel holt. Dafür ist André Sarrasani ja Magier und dafür hält er sich das weiße Tigermädchen Kaya. Insgesamt 17 Artisten gehören zu „Luminesque“, dem Spiel der Farben. Es ist zwar sehr bunt im Trocadero, aber die Show beeindruckt eher als „Spiel der Körperkräfte“, etwa, wenn die beiden bulgarischen Handstandakrobaten von „Mistik“ Kraft und Eleganz zusammenbringen. Überhaupt lässt sich feststellen: Die Höhepunkte finden in der Höhe statt: als einarmiger Handstand auf einem anderen gestreckten Arm, am Vertikaltuch und am Reck – da springen die vier Artisten der ukrainischen Truppe „Kara“ von Stange zu Stange, drehen sich und wirbeln in Salti durch die Luft, dass es ein spannendes Sehvergnügen ist. Für Lacher sorgt Comedian Cesar Dias mit seiner Slapstick-Nummer des Frank-Sinatra-Hits „My Way“. Ach ja: So ganz nebenbei blieb auch noch viel Zeit zum Essen. Der Hauptgang kam als geschmorte Bäckchen vom Landschwein auf getrüffeltem Kartoffelstampf, zum Dessert gehörte ein Petersilien-Bananen-Eis.
Karten ab 69 Euro, www.sarrasani.de













