
Lesestarke Veranstaltung in der Bibliothek Südvorstadt mit Frau Gläser/ Lesepatin. Foto: Lesestark/SBD
Die Städtischen Bibliotheken Dresden bilden ein Netz von 23 einzelnen Bibliotheken, in denen knapp 750.000 Medien angeboten werden: Im World Trade Center sind die Haupt- und Musikbibliothek sowie der integrierte Erlebnisbereich rund ums Thema „Reisen“ untergebracht. In bester Citylage befindet sich die Jugendbibliothek medien@age – ein Projekt, das auch über die Grenzen Deutschlands hinweg viel Beachtung findet. Hinzu kommen 19 Stadtteilbibliotheken sowie zwei moderne Fahrbibliotheken und schließlich die Soziale Bibliotheksarbeit, die Ausleihstellen in eingemeindeten Ortschaften, Senioren- und Pflegeheimen, aber auch Förderschulen betreut und dort spezielle Medienpakete anbietet. Der 1991 eingerichtete Bücherhausdienst versorgt mit einem speziellen Bestand vor allem an Großdruckliteratur und Hörbüchern 95 Hochbetagte und hausgebundene Leser. Am 24. Oktober 2009 startete eine virtuelle Zweigstelle, die eBibo.
Das Standortnetzwerk ist die zentrale Stärke der Städtischen Bibliotheken Dresden. Großer Wert wird auf ein dezentrales Netz gelegt, das der im Verhältnis zur Einwohnerzahl großen Fläche der Landeshauptstadt Dresden durch bürgernahe Bibliotheken Rechnung tragen soll. Dadurch wird das gesamte Dienstleistungsangebot in jedem Stadtteil abgebildet. Für die Bürgerinnen und Bürger wird die Stadtteilbibliothek zum festen Identifikationspunkt am Wohnort. Im Jahr 2011 belegten die Städtischen Bibliotheken Dresden den 1. Platz im bundesweiten Leistungsvergleich BIX (in der Kategorie Bibliotheken in Städten mit über 100.000 Einwohnern).
Die Arbeit der Städtischen Bibliotheken orientiert sich dabei am Leitbild der Stadt Dresden und folgt in ihrer Ausrichtung dem 2006 fertiggestellten Kulturentwicklungsplan. Der alle drei Jahre herausgegebene Bibliotheksentwicklungsplan bildet mit seinen zielorientierten und auf Langfristigkeit angelegten Handlungsleitzielen eine wichtige Basis als transparentes Planungsinstrument für den kontinuierlichen Erfolg der Bibliothek. Sowohl von der Nachfrage als auch von der gesellschaftlichen Relevanz her ist Bildungsunterstützung die mit Abstand wichtigste Aufgabe der Städtischen Bibliotheken. „Schulen brauchen Bibliotheken zur Erfüllung ihres Bildungsauftrages“: Dieses Motto steht im Mittelpunkt der nachhaltigen Kooperation, die die Städtischen Bibliotheken Dresden mit den Schulen und Kindergärten der Stadt pflegen. Im September 2008 starteten die Städtischen Bibliotheken Dresden mit „Lesestark! – Dresden blättert die Welt auf“ ihr bisher umfangreichstes Projekt zur Lese- und Sprachförderung von Vor- und Grundschulkindern, das in der derzeitigen Projektphase stadtweit etabliert und dann in die Regelstruktur überführt wird. „Lesestark!“ ist ein Projekt der Städtischen Bibliotheken Dresden, der Bürgerstiftung Dresden und der Drososstiftung Zürich. Regelmäßig gestalten 107 Lesepaten Vorlesestunden für 4.587 Vor- und Grundschüler in der Bibliothek oder der Kindertagesstätte bzw. Schule.
Die weiter wachsenden Aufgabenstellungen bei der Medienkompetenzvermittlung für Senioren bieten geeignete Aufgabenfelder, dem Ehrenamt in diesem Bereich noch mehr Wirkungsmöglichkeiten zu schaffen. Das Ehrenamt ermöglicht vielen Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Städtischen Bibliotheken wollen Menschen bei ihrem Engagement für andere unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung und anderen Bildungspartnern soll ein neues Konzept entstehen, um vorhandenes bürgerschaftliches mit bibliothekarischem Engagement für eine Intensivierung der Bildungsarbeit auch in diesem Bereich zu bündeln.
Elke Ziegler, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Städtische Bibliotheken, Marit Kunis-Michel, Projektkoordinatorin „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf“
Diesen und weitere Artikel zum Thema Familie & Bildung finden Sie in der Printausgabe von Dresden kompakt 2012 oder im Onlinekatalog.












