Ein kopflastiger Februar im jubilierenden Theater wechselbad

Was denkst du?  Max Giermann  könnte bei dem  kleinen Wörtchen  „du“ so seine Probleme  bekommen, immerhin  ist er viele – zumindest auf  der Bühne. Foto: Theater wechselbad

Was denkst du? Max Giermann könnte bei dem kleinen Wörtchen „du“ so seine Probleme bekommen, immerhin ist er viele – zumindest auf der Bühne. Foto: Theater wechselbad

2012 wird für das Theater wechselbad ein ganz besonderes: „Es bleibt alles ganz anders“. Dieses Versprechen gab das Theater zehn Jahre lang und wird es auch künftig halten. Mit einer aufregenden, voll bepackten Woche wird im April gefeiert. Bis dahin ist es zwar noch etwas Zeit, doch die Jubiläumstickets gibt es nur 77 Mal, und das ab sofort.

Frances Heinrich

„Wer kocht, schießt nicht“, „Dietrich & Leander“, „Die Fleppen sind weg“: Das sind Stücktitel, die das wechselbad-Publikum nur zu gut kennt. In der Jubiläumswoche stehen sie neben vielen Gastspielen und einer Premiere auch auf dem Spielplan. Die Begegnung von Marlene Dietrich und Zarah Leander wird man dann übrigens zum letzten Mal sehen können. Für alle, „die zehn Jahre wechselbad“ in nur einer Woche „nachholen“ möchten, hält das Theater 77 exklusive Tickets bereit. Sie sind personengebunden, berechtigen an allen acht Tagen zum Eintritt in insgesamt acht Vorstellungen und sind auch die persönliche Einladung zur Eröffnungsparty inklusive Sektempfang. Doch vor dem Theatergeburtstag gibt es auch noch genügend Gelegenheiten, sich dem Wechselbad der Gefühle hinzugeben.

Der gern vergessen wird

Am 10. Februar präsentiert der Verwandlungskünstler Max Giermann sein Bühnenprogramm „Wer denn sonst?!“. Der aus dem Fernsehen bekannte Januskopf wird häufi g gefragt: „Lagerfeld, Bohlen, Raab, Lanz, Mälzer, Pfl aume, Kahn etc. – wird man bei so vielen Parodien nicht schizophren?“ Darauf könnte Max jetzt einfach antworten: „Fragen Sie doch die anderen!“, und mit seiner ganzen Gang gemütlich zu Hause beim Therapeuten bleiben. Stattdessen hat er seine Alter Ego lieber alle eingesackt, um live mit ihnen aufzutreten. Ist ja auch lustig, so eine Gruppenreise: Lagerfeld hat gepackt, Lafer die Stullen geschmiert, Westerwelle kostenlose Hotelzimmer besorgt und Stefan Raab fährt den Tourbus. Nur Max wird gerne mal an der Raststätte vergessen … In seinem ersten Bühnenprogramm durchlebt Max Giermann den Spaß, aber auch den alltäglichen Wahnsinn eines Verwandlungskünstlers beim Kampf um die eigene Identität. Unter dem Motto: „Ich denke, also sind wir“, entblättert und zerlegt Max seine Figuren wie auch sich selbst schonungslos, um anschließend alles wieder neu zusammenzusetzen.

Der gern Gedanken liest

Ende Februar sollte man im Saal des Theaters wechselbad dann vorsichtig im Denken sein. Der „Gedankenleser“ Thorsten Havener nimmt sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise in die menschliche Gedankenwelt der Suggestion, Beobachtung und Wahrnehmung. Und das auf eine sehr unterhaltsame und humorvolle Art, denn am neuen Programm hat die Crème de la Crème der deutschen Comedyautorenszene mitgearbeitet.

Und zwischen allen Gaststimmen erklingen natürlich auch die des eigenen Ensembles: mit „Edith Piaf“, auf der „Baustelle Mann“ und das so lang, „… bis dass der Tod uns scheidet“.

Tickets (auch für die Jubiläumswoche) unter 0351/7961155 Weitere Spielplaninfos: www.theater-wechselbad.de