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05.08.2013

Dynamo oder: Dresden in Schwarz-Gelb

Bayern München mag die meisten haben, doch die SGD hat die treuesten Anhänger. Egal, ob die Schwarzgelben in der Zweiten Bundesliga oder der Dritten Liga spielen, das Glücksgas Stadion ist besser gefüllt als die Stadien der Ligakonkurrenten. Neuerdings kann in dem Stadion, das sowohl zweitgrößtes als auch steilstes Einrangstadion Deutschlands ist, sogar geheiratet werden.

Stadt und Fußballverein stehen füreinander ein. Weil das 2009 wiedereröffnete Stadion eine weitaus höhere Miete abverlangt, als die Konkurrenzvereine für ihre Stadien zahlen müssen, war die finanzielle Lage von Dynamo prekär. Durch einen Stadtratsbeschluss 2011 springt die Landeshauptstadt – und damit der Dresdner – mit einem zusätzlichen Zuschuss zur Stadionmiete von einer Million Euro pro Jahr in die Bresche. Nach dem Hochwasser 2013 veranstaltet die SGD nun ein Benefizspiel, dessen Erlös flutgeschädigten Dresdnern zugutekommen soll. Dresden und Dynamo, das ist eben ein unschlagbares Team. Und zwar seit mittlerweile 60 Jahren.

 

Fankultur pur – selbst Geisterspiele ausverkauft

Mehrmals bereits wurde der „Dynamo-Kreisel“ als bestes Stadionmagazin ausgezeichnet, woran die Mitarbeit der Fans wesentlichen Anteil hatte. Zu Spielen versammeln sich die eingeschworensten Anhänger im K-Block des Stadions und feuern ihre Mannschaft mit bunten Choreografien und lautstarken Gesängen an. Die von den Ultras hergestellte Blockfahne übertraf zeitweise in ihrer Größe alle vergleichbaren deutschen Modelle. Als der DFB den Dresdner Fußballklub 2012 zu einem Geisterspiel verurteilte, entschlossen sich Verein und Fans, sogenannte Geistertickets zu verkaufen, um die finanzielle Einbuße für den Verein zu mildern. Tatsächlich wurden mehr solcher Tickets verkauft, als Stadionplätze vorhanden gewesen wären – das zuschauerlose Spiel war mehr als ausverkauft.

Fanatische Anhänger sind problematischer Segen

Allerdings wurde die SGD nicht ohne Grund so hart bestraft. Durch Fankrawalle im Spiel gegen Borussia Dortmund Ende Oktober 2011 sah sich der Deutsche Fußball-Bund genötigt, Dynamo Dresden als Wiederholungstäter diese schmerzliche Warnung zukommen zu lassen. Auch wenn sowohl der Sportverein als auch die Fanvereinigung sich von den oft gewalttätigen Krawallen distanzieren und auch den illegalen Gebrauch von Pyrotechnik entschieden ablehnen, kommt es doch in den Dresdner Fanblöcken immer wieder zu Ausschreitungen. Dies führte in jüngster Zeit schließlich dazu, dass die Schwarzgelben vom DFB-Pokal 2013/14 ausgeschlossen wurden. In sportlicher wie in finanzieller Hinsicht ist das ein herber Schlag für den Sportklub. Doch in der Gunst ihrer Anhänger sinkt die SGD deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil: 2013 knackte der Verein die 10.000er-Marke bei den Mitgliederzahlen. Das mag am Jubiläumsjahr liegen: Der Verein wurde am 12. April 1953 gegründet. Doch sicher spielt auch das riesige Engagement eine Rolle, das sich besonders im Fanprojekt Dresden e. V. manifestiert. Mit der Fancharta für gewaltloses Fußballvergnügen und dem Einsatz von gut geschultem Sicherheitspersonal, wie man es beispielsweise bei dem Sicherheitsdienstleister Connection Security findet, treten Verein und Anhänger für Frieden in den Fankurven ein. Dazu ist die Dresdner Mannschaft einfach sympathisch, und die Sachsen haben einen sturen Nischel: einmal Dynamo, immer Dynamo. Recht so.

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