BILDUNG & KOMPETENZ

29.01.2013

Sinnfragen und die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit (Foto: Oliver Mohr / pixelio.de)
Oliver Mohr/pixelio.de

Werden-Vergehen-Vollendung – Vortrag im Deutschen Hygiene-Museum

Welcher philosophische Ansatz hat Bestand im Hinblick auf Sterben und Tod angesichts der Tatsache, dass doch augenscheinlich mit dem Absterben des Gehirns und dem Zerfall des Körpers die individuelle Existenz endet?

Ist es z.B. die Hoffnung auf Vollendung, die im Christentum „Auferstehung von den Toten“ und „Leben in Fülle“ genannt wird? Kann man dann noch von der Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod sprechen, ohne sich in Mythen zu verstricken? Oder bleibt uns endlichen Menschen nur der melancholische Blick auf uns selbst, das gefasst-resignative Einverständnis, nur zeitweise Passanten im großen Spiel von Werden und Vergehen zu sein?
Als sterbliche Menschen sind wir gezwungen, uns zu unserer Endlichkeit zu verhalten. Dies geschieht in unterschiedlichen Sinndeutungen. Dabei gibt es naturalistische und nichtnaturalistische sowie religiöse und nichtreligiöse Entwürfe. Religiöse Sinndeutungen zeichnen sich durch ihren Glauben daran aus, dass der Tod nicht das definierte Ende allen Lebens ist – obwohl sich die Akzentsetzungen auch je nach religiöser Tradition unterscheiden.
Im Rahmen der Ringvorlesung „Lebensfluss. Vom Werden und Vergehen des Menschen“, trägt Prof. Dr. Saskia Wendel, Professorin für Systematische Theologie an der Uni Köln, heute den letzten Beitrag „Werden-Vergehen-Vollendung“ vor.

Heute, 18 – 19.30 Uhr
Deutsches Hygiene-Museum, Marta-Fraenkel-Saal
Eintritt frei
www.dhmd.de

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