BÜHNE & MUSIK

11.04.2013

Ballett „Coppélia“ in der Semperoper Dresden (Foto: Matthias Creutziger)
(Foto: Matthias Creutziger)

Ein Mysterium entpuppt sich

Kann eine künstliche Figur einer Liebe gefährlich werden? Kann man künstliche Figuren zum Leben erwecken? Zwei Fragen, denen die Semperoper im Ballett Coppélia nachgeht. Mit der Wiederaufnahme des amüsierenden Balletts lässt das Opernhaus nun wieder die Puppen tanzen.

Von Frances Heinrich

Franz und Swanhilda lieben einander. Das Paar lebt in einer kleinen behaglichen Stadt. Ein merkwürdiger Nachbar zieht dort die Blicke auf sich – oder besser gesagt, seine Tochter. Die scheint das Haus nicht zu verlassen, man sieht sie nur immer auf dem Balkon sitzen, vor sich hin starrend, stumm, bewegungslos. In Franz entbrennen auf dieser Distanz Gefühle für das mysteriöse Wesen. Swanhilda kränkt die Abkehr ihres Mannes zutiefst, gemeinsam mit ihren Freundinnen schleichen sie in das Heim des ominösen Dr. Coppélius, in dessen vermeintliche Tochter sich Franz verliebt hat. Die Mädchen machen eine noch ominösere Entdeckung…

Wie die Geschichte ausgeht, ist ab sofort wieder an der Semperoper zu sehen. „Coppélia“ zählt zu den erfolgreichsten komischen Balletten des 19. Jahrhunderts, und es thematisiert ein Spannungsfeld, das in der modernen Zeit brisanter denn je ist: Mensch gegen Maschine.

Vorstellungen am 12.,14.,16.,18.,25.,26. und 29. April

Karten unter 0351/4911705 oder per E-Mail an bestellung@semperoper.de

Mehr Informationen unter www.semperoper.de

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