ESSEN & TRINKEN

22.06.2012

Ein neues Buch bespricht die Vorzüge der Olivenfrucht

Buch „Die Heilkraft der Olive” (Foto: Mankau Verlag)
Mankau Verlag

Sie ist schwarz oder grün, schmeckt für sich oder mit Füllung. Frisch vom Baum gezupft, ist sie ungenießbar. Darum wird sie eingelegt und um ihre Bitterstoffe erleichtert. Um die neunzig Prozent aller Ernten werden zu Öl verarbeitet. Sie ist nicht nur ein geschmacklicher Volltreffer, sondern auch eine Dienerin der Schönheit: die Olive.

Frances Heinrich

Homer rühmte die ovale Frucht als „flüssiges Gold“. Der Olivenbaum gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen, bis 3.500 v. Chr. lassen sich erste überlieferte Zeugnisse davon zurückverfolgen. Die Olive ist eine markante Zutat der Mittelmeerküche, hat jedoch längst Menschen anderer Lebensräume mit ihrem Zauber gefangen genommen.

Prävention und Regulation

Die Diplom-Biologin und Medizinjournalistin Birgit Frohn hat alles Wissenswerte zur gesundheitsfördernden Facette der Olive in ihrem neuen Buch „Die Heilkraft der Olive“ zusammengestellt. Ungesättigte Fettsäuren sind eine Waffe der kleinen Ovalen, die sie zu einem so potenten Lebenselixier macht: Sie beugen zahlreichen Krankheiten vor und regulieren die Blutfettwerte, indem sie das schädliche LDL-Cholesterin senken und das wertvolle HDL-Cholesterin erhöhen. Auch den hohen Anteil an fettlöslichem Vitamin E, das die Zellmembran stabilisiert und so dem frühzeitigen Alterungsprozess entgegenwirkt, nennt Frohn als Argument, öfter mal eine Olive in den Speise- oder Körperpflegeplan einzubinden.

Vitamin E sei darüber hinaus für schöne Haut und Haare zuständig. Die Abwehrkräfte stärkt das Vitamin A, Kalzium und Phosphor werden in ihrer Aufnahme durch Vitamin D gefördert – beide sind ebenfalls in der Olive enthalten. Sie ist auch ein Helfer in Herzensangelegenheiten: Phenole sorgen dafür, dass Blutgefäße dehnbar bleiben und sich damit gut an Veränderungen des Blutflusses anpassen können. Die Qualität einer Olive hängt laut Frohn wesentlich von ihrem Phenolgehalt ab.

Natürlicher Helfer

Unendlich alt kann man zwar auch mit der Olive nicht werden, doch die Mittelmeerkulturen machen vor, dass man zumindest ein recht langes Leben haben kann. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass sich die mediterran umgebenen Menschen besserer Gesundheit erfreuen als in vielen anderen Ländern, was nicht zuletzt an ihrer Küche liegt. Und ein wesentlicher Bestandteil dieser ist das Oliven- öl. Die mediterrane Kochkunst punktet mit wenig tierischen Fetten, die das Risiko für Krebserkrankungen, insbesondere Magen-, Dickdarm-, Brust- und Eierstockkrebs, erhöhen. Dabei kommt der Hauptölquelle Olive eine besondere Bedeutung zu. Natürlich kommt auch Obst und Gemüse, die in der Ernährung des Südens ebenfalls eine große Rolle spielen, eine wichtige und lebensverlängernde Funktion zu.

Eine kleine Zeitreise für den eigenen Körper ist zum Beispiel eine zweiwöchige „dieta mediterranea“, wie es Birgit Frohn in ihrem Buch empfiehlt. Sie ergänzt die Ernährungshinweise um Tipps zur Pflege und Gesundheit für die innere und äußere Anwendung und liefert Hinweise zur Warenkunde sowie zum Bezug von Produkten. QR-Codes oder Internetadressen führen zu Kurzfilmen, die das Gelesene noch einmal anschaulich machen.

Birgit Frohn: „Die Heilkraft der Olive“, Pflege von Haut und Haaren – Heilrezepte für viele Beschwerden – Jungbrunnen
Olivenblattextrakt – Gesunde Rezepte aus der Mittelmeerküche – Die Mittelmeer-Diät (2-Wochen-Plan), Extra: Ölzieh-Kur Mankau-Verlag, ISBN 978-3-86374-046-7

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