ESSEN & TRINKEN

01.06.2013

Lieblingsort Schule (Foto: Presse TK)
Presse TK

Lieblingsort Schule

Fast jedes fünfte Grundschulkind klagt über Leistungsdruck und Angst vor schlechten Noten. Ausgrenzung und Mobbing durch Mitschüler, häufige Streitereien mit Freunden und zu lange Schultage setzen etwa jedes zehnte Kind unter Druck. Ein offenes Ohr am Ende und ein gutes Frühstück zum Beginn des Tages sind erste Präventivkräfte gegen Schulstress.

„Mütter und Väter sollten darauf achten, ob sie Überforderungssignale bei ihren Sprösslingen bemerken“, rät York Scheller, Diplom-Psychologe bei der Techniker Krankenkasse. So können die Eltern rechtzeitig etwas unternehmen, um dem Kind zu helfen, mit Belastungen im Alltag besser umzugehen. Kinder, die unter zu viel Stress leiden, können beispielsweise häufig gereizt, erschöpft oder auch aggressiv sein. „Wenn Kinder ihre Bedürfnisse angstfrei äußern können, lässt sich schon viel Druck abbauen“, rät Scheller. Eltern sollten daher ihrem Kind anbieten, über alles zu reden, was es beschäftigt. Wenn gerade keine Zeit für ein ruhiges Gespräch ist, sollten sie eine passende Zeit mit ihrem Kind verabreden. Dabei sollte es keine Tabu-Themen geben. Wenn Eltern sehen, dass ihrem Kind etwas auf der Seele liegt, sollten sie das Kind von sich aus ansprechen. Wichtig ist es auch, Kinder zu ermutigen, eigene Bedürfnisse auch anderen Menschen gegenüber wie beispielsweise Freunden oder Lehrkräften zu äußern. Gibt es heikle Geständnisse, sollten Eltern auf Sanktionen verzichten, denn nur ohne Angst vor Strafen kann ein Kind auch offen über ein eigenes Versagen oder über Ängste reden. York Scheller: „Versuchen Sie, sich in das Kind hineinzuversetzen und zu verstehen, was in ihm vorgeht.“ Es kann auch helfen, mit dem Kind über das eigene Stresserleben und den Umgang damit zu reden.

Wichtige Basis für den unmittelbaren Umgang mit Stress ist vor allem auch ein guter Start in den Tag: „Kinder sind nur dann richtig fit für die Schule, wenn sie morgens in Ruhe frühstücken“, sagt Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der TK. Mit leerem Magen können Körper und Geist keine Leistung bringen. „Müsli mit Milch, Nüssen, Rosinen und frischem Obst, zum Beispiel Apfel- und Bananenstücken, gibt morgens einen richtigen Energieschub. Die Haferflocken sind reich an B-Vitaminen, die Konzentration und Leistungsfähigkeit fördern, und die komplexen Kohlenhydrate liefern langanhaltend Energie. Bananen enthalten viel Kalium, das ebenfalls die Konzentration verbessert. Und die Milchprodukte liefern Calcium für den Knochenaufbau.“ Kinder, die morgens überhaupt keinen Appetit haben, sollten vor der Schule wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Fruchtsaft trinken und dann für die erste Pause eine gesunde Zwischenmahlzeit dabei haben.

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