FAMILIE & FREIZEIT

10.05.2013

Blutsbruderschaft in Radebeul (Foto: André Wirsig)
(Foto: André Wirsig)

Blutsbruderschaft in Radebeul

Vom 10. bis 12. Mai zieht wieder der Wilde Westen in Radebeul ein. Schusswechsel in Little Tombstone, Fahrten mit dem Santa- Fé-Express durch den Lößnitzgrund und indianische Gesänge und Tänze lassen die Abenteuer von Karl May während der 22. Karl-May-Festtage zur Realität werden. Schon der kostenfreie Eröffnungsabend am Freitag verspricht eine großartige Stimmung mit Western- und Countrymusik.

Von Frances Heinrich

Stargast Linda Feller macht mit ihrer Band eine musikalische Reise von Nashville bis nach Tennessee. Für Theaterfans zeigen die Landesbühnen Sachsen das abwechslungsreiche Sonderprogramm „Karl-May-Total“ bei dem sich alles um den berühmtesten Bürger Radebeuls dreht. Außerdem gibt es die Canyon Boys zu hören und eine überschäumende Party mit den Fünf Patronenhülsen. Auch der Tanzclub Smiley Dancer hat etwas Besonderes auf Lager: Die Line Dancer zünden mit ihrer neuen Show ein Feuerwerk bei dem garantiert niemand die Füße stillhalten kann.
Das diesjährige Thema »Blutsbrüder« greift die legendäre Romanszene auf, in der sich Winnetou und Old Shatterhand ewige Treue schwören. Das Symbol der Blutsbrüderschaft zeigt auf wunderbare Weise den Wunsch nach einem friedlichen und freundschaftlichen Miteinander der Kulturen in Karl Mays Werk. Es wird gezeigt, wie es um das Verhältnis der Einwanderer und der Urbevölkerung im heutigen Amerika steht, mit Klischees aufgeräumt sowie den traditionellen und modernen Alltag der Oneida-Indianer präsentiert. Die indianischen Gäste kommen aus dem Norden des US-Staats New York. Sie laden ein zum großen POW WOW am Hohen Stein. Dort präsentieren sie Geschichten, Lieder und Tänze. Außerdem haben die Oneida-Indianer Meisterkoch Ray George dabei, der alle Gourmets auf eine kulinarische Reise mitnimmt.
Ein Highlight des Festwochenendes werden zweifellos die indianischen Filmnächte. Freitag und Samstag, jeweils abends am Hohen Stein, zeigen indianische Filmschaffende ihre besten Arbeiten – erstmals in Europa und ein Highlight nicht nur für Filmfans. Fern jeder Abenteuerromantik wird dort der unverstellte Blick der Urbevölkerung auf das moderne Amerika sichtbar.
Ein traditioneller Höhepunkt ist die Sternreiterparade am Sonntag, bei welcher der Reiter, der die weiteste Strecke zum Fest zurücklegt, mit einer echten indianischen Friedenspfeife ausgezeichnet wird. Außerdem liefern sich in der Westernstadt Little Tombstone über das gesamte Festwochenende Banditen wilde Schießereien und es werden fesselnde Szenen aus Karl Mays „Old Surehand“ nachgespielt.

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