FAMILIE & FREIZEIT

22.04.2013

Die Bimmelbahn im Museum: Hier steht sie still, damit man sie in Ruhe anschauen kann. Zur Kultur- und Museumsnacht schnaufen ihre Schwestern aber auch über die Schienen. Foto: PR
(Foto: PR)

Radebeul zum Wundern

Die Kultur- und Museumsnacht beflügelt die Fantasie.

Das Strahlen in den Gesichtern der Besucher macht die Radebeuler Kultur- und Museumsnacht regelmäßig zur hellsten Nacht des späten Frühlings. Dieses Jahr auf den 27. April verlegt, um den Nachtbummlern das Spazieren im Freien angenehmer zu machen, wird es wieder eine eindrucksvolle Veranstaltung geben.

Sie hält allerhand Besonderes parat, beispielsweise den Hitchcock-Klassiker „Psycho“ als Puppenspiel, eine Retrospektive der einzigen 500mm-Spur-Parkeisenbahn in Vatterode oder Küchenchef Erik Alberts Büffelgulasch-Rezept. Außerdem lüftet ein Museum das Geheimnis um die Abhörtechnik der Staatssicherheit, Weinkenner führen durch das kurfürstliche Lust- und Berghaus Hoflößnitz, der Mars zeigt sich in 3D und Berliner Studenten erschaffen ein Abenteuerland namens „Karl-May-Total“.

Mit dem Oldtimer durch die Nacht
Insgesamt neun Radebeuler Museen und Ausstellungen sind 2013 dabei. Die Besucher können für einen pauschalen Eintrittspreis das Schmalspurbahnmuseum, die Landesbühnen Sachsen, die Lößnitzgrundbahn, die Stadtbibliothek, das Karl-May-Museum, das DDR-Museum, die Sternwarte und das Weinbaumuseum Hoflößnitz erkunden. In diesem Jahr neu dabei: das Fort Henry im Lößnitzgrund. Die Westernmänner der Loe River Company interpretieren dort das Leben deutscher Auswanderer im Nordamerika des 19. Jahrhunderts. Das Auto kann für den abendlichen Ausflug getrost zu Hause stehen bleiben. Zwischen den beteiligten Einrichtungen lässt sich bequem spazieren. Wem es im April noch zu kalt ist, der nimmt den praktischen Oldtimer-Nachtshuttle. Außerdem pendeln während der gesamten Zeit zwischen den Haltepunkten „Weißes Ross“ und „Radebeul Ost“ die Diesel- und Dampfloks der Lößnitzgrundbahn.

Besonderes Programm für besondere Besucher
Von der Kultur- und Museumsnacht zeigten sich die Gäste in den vergangenen Jahren begeistert. Immerhin findet sie bereits zum siebten Mal statt. „Wir haben mit dieser Veranstaltungsreihe wirklich etwas ganz Wunderbares geschaffen“, sagt Alexander Lange, Amtsleiter für Kultur und Tourismus. Vor allem Familien mit Kindern nutzen die Überblicksschau gern. An jedem Ort gibt es kleine Entdeckungen zu machen, die im normalen Ausstellungsbetrieb schnell übersehen werden. Eine Museumsnacht ist eben doch etwas Besonderes und regt die Fantasie der Besucher an.

Kultur ist Stützpfeiler für den Tourismus
Im vergangenen Jahr zog die gemeinsame Sonderveranstaltung viele Besucher von auswärts an. Amtsleiter Lange erklärt: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Kaum eine andere Stadt in der Region kann ein derart vielfältiges und hochklassiges Kulturprogramm vorweisen. Das sehen auch die Gäste so und die kommen Radebeul gern und regelmäßig besuchen.“ Schon heute besitzt Radebeul, auch aufgrund der jährlichen Veranstaltungen, eine herausragende überregionale Anziehungskraft für Besucher aus Dresden und dem Umland. Die Kultur- und Museumsnacht soll diesen Ruf auf jeden Fall weiter befördern.

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