FAMILIE & FREIZEIT

02.05.2013

Stimmen des Wandels

Der deutsch-französische Filmemacher und Soziologe Nils Aguilar erzählt in seinem 65-minütigen Dokumentarfilm „Voices of Transition” von eingängigen und mitreißenden Beispielen des sozialökologischen Wandels in England, Frankreich und Kuba. Wie können wir in Zukunft die Welt ernähren? Welche Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft gibt es? Und wie gestalten wir den Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft? Wissenschaftler, Permakulturdesigner und Pioniere wie Rob Hopkins, der Gründer der Transition Town Bewegung, zeigen im Film wie man den Herausforderungen von Klimawandel, knappen Ressourcen und drohenden Hungersnöten mit neuen Wegen entgegentreten kann.

Der Dokumentarfilm „Voices of Transition“ (zu deutsch etwa „die Stimmen des Wandels“) lässt die wichtigsten Protagonisten des agrarökologischen Wandels zu Wort kommen: In Frankreich, Großbritannien und Kuba werden innovative Lösungswege vorgestellt, wie man den Herausforderungen von Klimawandel, Ressourcenverknappung und drohenden Hungersnöten begegnen kann – und zwar derart, dass sich ungeahnte Chancen auftun sowohl für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinden wie auch für eine gesteigerte Lebensqualität.

Teil I – In Frankreich wird die Erdölabhängigkeit der industriellen Landwirtschaft am Beispiel der Düngerproduktion und der globalen Handelsketten rund um den Lebensmittelgroßmarkt in Rungis veranschaulicht. Als Auswege werden Konzepte der Agroforstwirtschaft und der Permakultur vorgestellt, die statt der Monokulturen der industriellen Landwirtschaft auf Biodiversität setzen.

Teil II – Ein zweiter Strang zeigt britische Transition-Town-Initiativen, in denen sich lokale Akteure für eine lebenswertere Zukunft engagieren. Sie bauen Strukturen auf, die resilient gegenüber Peak Oil, Klimawandel oder Wirtschaftskrisen sind. Zentraler Interviewpartner ist Rob Hopkins, der diese Bewegung mit begründete.

Teil III – Der dritte Teil des Films beschreibt Kuba, dessen Landwirtschaft Anfang der 1990er Jahre durch den Zusammenbruch der Sowjetunion vom Erdöl abgeschnitten wurde. Aus der Not wurde eine Tugend: Kuba ist heute Vorreiter für Agrarökologie und städtische Biolandwirtschaft.
Die 2-Millionen-Hauptstadt La Havanna etwa produziert heute 70% des konsumierten Gemüses und Obstes selbst, und zwar in Bioqualität.

„Voices of Transition”, 02.05.2013, 20 Uhr in der Schauburg Dresden

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