GESUNDHEIT & WELLNESS

25.01.2013

Prof. Dr. med. Manfred Wirth, Direktor der Klinik für Urologie an der Steuerkonsole des „Da Vinci”-OP-Roboters. Im Vordergrund rechts sind die vier computergesteuerten Arme zu sehen. (Foto: Universitätsklinikum Dresden)
Universitätsklinikum Dresden

„Da Vinci“ 2.0:
Uniklinikum nimmt hochmodernen OP-Roboter in Betrieb

Die Nervenbahnen schonen, damit die Rehabilitationsdauer verkürzen, Eingriffe präzise und so klein wie möglich halten – all dies sind Vorteile von „Da Vinci“.

Die Operateure des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden können ab sofort minimal-invasive Eingriffe mit der neusten Generation des „Da Vinci“-Operationssystems ausführen. Der neue OP-Roboter ist mit vier computergesteuerten Armen und einer doppelten Steuer-Konsole ausgestattet. Dadurch ist es möglich, hochkomplexe Eingriffe in feinsten Organ- und Gewebestrukturen auszuführen und ärztliche Kollegen in den neuesten OP-Techniken auszubilden. Der neue Da Vinci löst ein 2006 angeschafftes Modell ab, mit dem vorrangig die Chirurgen der Klinik für Urologie operiert hatten. Mit dem neuen Modell werden erstmals auch Patienten der Klinik für Viszeral-, Thorax- und, Gefäßchirurgie operiert.
Das Besondere an dem OP-Roboter ist, dass die herkömmlich direkt mit den Händen ausgeführten Aktionen nun durch ein komplexes elektronisches System ausgeführt werden. Durch wesentlich beweglichere Instrumente und die hoch auflösende, dreidimensionale Optik kann der Operateur das OP-Instrumentarium räumlich sehen und wesentlich genauer bewegen. Die Übersetzung im elektronischen System macht aus einer fünf-Zentimeter-Bewegung der Hand beispielsweise einen zehn Millimeter langen, direkt ausgeführten Schnitt. „Die große Präzision trägt dazu bei, so nervenschonend wie möglich zu operieren“, sagt Prof. Wirth, Direktor der Klinik für Urologie. Dadurch erholen sich Patienten nach der Operation schneller.
Vor allem für Krebspatienten wird Da Vinci genutzt: im Bereich der Urologie wurden im Rahmen der Prostataentfernung bereits mehr als 300 Eingriffe von Prof. Wirth und seinem Team vorgenommen. Mit der neuen Da Vinci-Generation werden künftig auch Tumore der Bauchspeicheldrüse, des Darms, des Enddarms, sowie der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses operiert.
Mit den Investitionen in neuste Geräte geht am Uniklinikum auch ein Generationswechsel einher: beide 2012 neu berufenen Klinikdirektoren Prof. Pauline Wimberger – Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe – sowie Prof. Jürgen Weitz – Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie – haben an ihren bisherigen Wirkungsstätten bereits eine große Zahl an Eingriffen mit dem OP-Roboter vorgenommen.

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