GESUNDHEIT & WELLNESS

26.03.2013

Ein sanfter Frühlingssport: Radfahren (Foto: Shutterstock)
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Ein Lenz kommt, einer geht

Im März entwickeln sich langsam Frühlingsgefühle für den Sport

Er schafft, was keine Engelszunge vermag: Der Frühling treibt selbst die überzeugtesten Sportmuffel hinaus unter den Himmel und an die frische Luft. Wenn die Natur erwacht, bleibt kaum ein Körper liegen. Der Frühling ist natürlich auch die geeignete Jahreszeit, endlich mal den Vorsatz von regelmäßiger Bewegung in die Tat umzusetzen. Doch Neu- und Wiedereinsteiger sollten auch Obacht geben, dass sie sanft in die Freiluftsaison laufen, radeln oder wie auch immer sporteln.

Von Frances Heinrich

Kondition und Koordination sind die wichtigen Schlüsselbegriffe. Hier kann man, gerade als „Neuling“, viel falsch machen und riskiert damit Knieschmerzen oder andere Beschwerden. Deshalb ruhig Blut und langsam herantasten. Für den Anfang genügen schon kleine Bewegungsintermezzi im Alltag, um den Körper auf Trab zu bringen: Statt des Aufzugs mal die Treppenstufen testen, das Auto gegen das Fahrrad tauschen und damit auch noch etwas gegen die Umweltbelastung tun oder auch ein flotter Spaziergang in der Mittagspause bzw. nach dem Abendessen.
Walken, Radeln, Schwimmen, Inlineskaten oder Wandern eignen sich für den sportlichen Auftakt, wenn man seine Ausdauer aufpeppen will. Hier kann man selbst bestimmen, in welcher Geschwindigkeit man sich bewegen möchte. Allgemeine Richtschnur für das eigene, gesunde Maß ist die Regel, dass man sich theoretisch noch unterhalten kann. „Wer dauerhaft trainieren möchte, sollte in eine Pulsuhr investieren. Ein optimaler Pulswert liegt für Anfänger und Wiedereinsteiger zwischen 110 und 130 Schlägen pro Minute. Wer sich zu sehr verausgabt, riskiert nicht nur körperliche Beschwerden, sondern verliert auch schnell die Lust am Training“, weiß Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei einer deutschen Krankenkasse.
Ungefähr einen Monat muss man warten, ehe man eine Verbesserung der Kondition merklich beobachten kann. Wenn man nur ab und zu mal Sport treibt, kann man darauf allerdings lange warten, mindestens zweimal pro Woche sollte man sich für 30 bis 45 Minuten der ausgiebigen Bewegung widmen. Drei- bis viermal sporteln wirkt noch effizienter. Man tut nicht nur der Ausdauer etwas Gutes, sondern baut durch Sport auch Stress ab, wird zunehmend ausgeglichener und spürt ein allgemein besseres Lebensgefühl. Zu beachten ist aber, dass man nicht nur die Kondition trainiert. Auch Kraft und Beweglichkeit möchten umsorgt werden. Zu Hause mit einem sogenannten Theraband oder unter Anleitung im Fitnessstudio macht man das sportliche Trio zufrieden. Wichtig ist, dass man Routine entwickelt und auch dann weitermacht, wenn der innere Schweinehund besonders laut bellt. Hier empfiehlt Dr. Marschall den Griff in die Trickkiste: „Das Training als festen Termin in den Kalender eintragen, sich mit anderen verabreden oder ein Saunabesuch als Belohnung nach dem Sport sind gute Motivationshilfen.“

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