GESUNDHEIT & WELLNESS

08.07.2013

Das Uniklinikum Dresden (Foto: PR/Uniklinikum DD)
Uniklinikum DD/PR

Das Dresdner Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus"
ist erneut eine der Topkliniken in Deutschland

Laut dem deutschen Krankenhausranking, das Ende Mai im Nachrichtenmagazin Focus erschienen ist, erreichte wieder eines der Dresdner Krankenhäuser, nämlich das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus eine der Spitzenpositionen. Durch seine ausgezeichnete Qualität bezüglich der Medizin- und Pflegeleistung gelangte es nach der Berliner Charité, dem Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und dem Universitätsklinikum Freiburg auf den vierten Platz. Auch andere Fachbereiche des Universitätskrankenhauses wurden im Ranking ganz oben platziert, wie etwa die Urologie bei der Behandlung von Prostatakrebs und die Neurologie bei der Therapie von Parkinsonerkrankten.

Eine aufwändige Studie ermittelt die besten Kliniken

Schon zum zweiten Mal wurde diese Qualitätsstudie vom Focus-Team initiiert, um herauszufinden, welche Klinik die beste auf ihrem jeweiligen Spezialgebiet ist. Dazu befragte man 22.000 Ärzte in Deutschland nach ihren Empfehlungen und recherchierte anhand von 223.000 Patientenberichten, die von der Techniker Krankenkasse ausgewertet wurden, wie gut die Versorgung in den einzelnen Kliniken ist. Mittels der Qualitätsberichte der Krankenhäuser analysierte man bei den 15 wichtigsten Erkrankungen die Anzahl sowie die Erfolgs- und Komplikationsquoten sowie die jeweils angewandten Therapieformen zum Beispiel bei der Krebsmedizin. Zu den Kriterien gehörten auch die technische Ausstattung der Kliniken, die Zahl der behandelnden Ärzte und die Qualifikation des Pflegepersonals. Zusätzlich wurden die Krankenhausverwaltungen detailliert befragt.

Erfolg durch Forschung und gutes Management

Das staatliche Universitätsklinikum Carl Gustav Carus bietet medizinische Betreuung auf höchstem Versorgungsniveau und deckt mit 21 Fachkliniken, neun interdisziplinären Zentren und drei Instituten das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab. Mit rund 700 Ärzten, 1.600 Pflegeangestellten und 1.255 Betten ist es das größte Krankenhaus Dresdens. Pro Jahr werden hier etwa 54.000 Patienten stationär behandelt. Dass die Universitätsklinik im deutschen Krankenhausranking so überzeugen konnte, ist kein Zufall. In den letzten 20 Jahren hat sich die Hochschulmedizin in Dresden auf die Zukunftsthemen wie die Behandlung von Krebs, Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen konzentriert. Dadurch und mit der Einführung von effizienten und qualitätsorientierten Strukturen ist es gelungen, sich national und international einen sehr guten Ruf aufzubauen. Auch das Universitätskrebscentrum (UCC) sowie einige andere Zentren sind in der Fachwelt hochanerkannt. Das UCC gilt laut der Deutschen Krebshilfe e.V. als „Onkologisches Spitzenzentrum“. Der Erfolg des Klinikums basiert nicht zuletzt auf einer betriebswirtschaftlich orientierten Führung, der es gelingt, die begrenzten finanziellen Möglichkeiten bestmöglich auszugleichen. Laut Klinikvorstand wird dafür genau abgewägt, wo die Schwerpunkte gesetzt werden. Neben dem „Zentrum für Innovationskompetenz für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay” entstand auch eine weltweit einmalige Forschungsplattform zur Protonentherapie, bei der mittelfristig auf eine neuartige und kostengünstige Lasertechnologie zur Protonenbeschleunigung gesetzt werden soll.

Das Angebot an Kliniken in Dresden

Neben dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus gibt es zudem noch weitere stationäre Krankenhäuser in Dresden, wie auch das städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt, das 12 Kliniken mit rund 700 Betten an drei Standorten umfasst. Hier werden mit 1.100 Mitarbeitern rund 60.000 Patienten pro Jahr versorgt. Das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt ist ein Akutkrankenhaus mit Schwerpunktversorgung und verfügt über rund 940 Betten. Als Eigenbetrieb der Stadt Dresden beschäftigt es etwa 1800 Mitarbeiter. Im St. Josephsstift, das einer öffentlichen Trägerschaft angehört, werden rund 30.000 Menschen aus der Region Dresden in unterschiedlichsten Fachrichtungen behandelt. Die Diakonissenanstalt Dresden ist ein evangelisches Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, das jährlich etwa 12.000 Menschen stationär versorgt. Das St. Marien-Krankenhaus Dresden-Klotzsche, das vom Caritasverband getragen wird und etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt, ist eine Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Insgesamt stehen hier 155 Betten für jährlich etwa 3.000 Patienten zur Verfügung. Das Herzzentrum der Dresdner Universitätsklinik bietet mit 190 Betten kardiologische und herzchirurgische Maximalversorgung an und behandelt etwa 9.000 Patienten pro Jahr stationär.

 

Laut dem Krankenhaus Rating Report 2013 verschlechterte sich in den letzten beiden Jahren die finanzielle Situation der rund 2.000 deutschen Krankenhäuser, so dass inzwischen jeder vierten Klinik die Pleite droht. 13 Prozent davon waren stark und 14 Prozent leicht insolvenzgefährdet. Bei den ostdeutschen kommunalen Kliniken machen hingegen nur acht Prozent Verluste. Derzeit wird die Situation durch Finanzhilfen der Koalition entschärft, aber für 2015 eine erneute Verschlechterung erwarte. Für das Jahr 2020 prognostiziert man sogar 19 Prozent der Krankenhäuser eine drohende Pleite.

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