WIRTSCHAFT & HANDEL

10.04.2014

Listen, fachkundiger Blick oder Pi-Mal-Daumen? Optionen der Fahrzeugbewertung

Viele Faktoren wirken sich auf den Wert eines Autos aus. Neben dem täglichen Umwelteinfluss und den Verschleißerscheinungen spielt auch die Nachfrage auf dem Gebrauchtwagenmarkt eine große Rolle. Regionale Unterschiede bewirken, dass zum Beispiel ein VW in Niedersachsen günstiger zu erwerben ist als in Bayern, wo es eine höhere Nachfrage für BMW oder Mercedes gibt. Dass ein Neuwagen in den ersten zwei Jahren knapp 40 Prozent an Wert verliert, wissen die wenigsten. Aufgrund dieser Einflüsse fällt es Autobesitzern ohne ausreichenden Kenntnisstand schwer, den Preis ihres Wagens realistisch einzuschätzen. Doch gerade vor einem Autoverkauf müssen Fahrzeughalter diesen unbedingt wissen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Wert ermitteln zu lassen.

Schnell und unkompliziert von zuhause aus können Besitzer den Wert ihres Pkws über Schätzlisten und Rechner im Internet erfahren. Das funktioniert zum Beispiel mit der bekannten Schwacke Liste, der DAT-Autobewertung oder auch über den ADAC. Nach Eingabe der Fahrzeugdaten, wie Modell, Baujahr oder Laufleistung, wird der Durchschnittspreis des Typs errechnet. Je nach Anbieter können mehrere zehntausend Vergleichsdaten zur Berechnung herangezogen werden. Der Nachteil ist, dass meist nur Fahrzeuge bewertet werden können, die nicht älter als zwölf Jahre sind. Zudem werden individuelle Gegebenheiten und Sonderausstattungen nur selten oder gar nicht berücksichtigt. Nutzer sollten ebenfalls beachten, dass teilweise Gebühren für die Preisschätzung anfallen.

Präziser wird die Ermittlung durch freie oder abhängige Gutachter. Ihr fachkundiger Blick kann alle wertrelevanten Faktoren berücksichtigen und den Preis individuell für jedes Auto festlegen. Dabei können auch Fahrzeuge bewertet werden, die älter als zwölf Jahre alt sind. Die Kosten können sich auf über 150 Euro belaufen. Preiswerter wird es, wenn man die Wertermittlung beim TÜV mit der anfallenden Hauptuntersuchung koppelt.

Eine weitere Variante stellen Ankaufunternehmen dar. Wer sein Auto in Dresden und Umland verkaufen will, kann es hier vorher unverbindlich begutachten lassen. Die Bewertung ist genauso präzise wie bei freien Gutachtern, dafür aber meistens kostenlos. So erfahren Autobesitzer den realistischen Restwert und haben anschließend die Möglichkeit, zu diesem Preis zu verkaufen. Letztendlich bleibt jedem Halter selbst überlassen, wie gründlich die Wertermittlung seines Fahrzeugs ablaufen soll und welche Kosten er dafür tragen will.

Weitere Informationen unter Autohändler Dresden

Zurück