WIRTSCHAFT & HANDEL

29.09.2020

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Energiesparen durch eine neue Heizung: So funktioniert's!

Eine neue Heizung minimiert Heizkosten, erhöht den Komfort deutlich und steigert außerdem den Wert von Immobilien. Doch damit das Einsparpotential einer neuen Heizung so hoch wie möglich ist, ist eine gute Planung der Heizungsmodernisierung dringend notwendig.

Mit einer neuen Heizung bares Geld sparen

Ist eine bestehende Heizung 15 Jahre oder noch länger in Betrieb, benötigt das veraltete System im Vergleich zu einer neuen Heizung unnötig viel Energie. Wer eine veraltete Gas- oder Ölheizung allerdings durch eine moderne Brennwertheizung ersetzt, kann den Energieverbrauch beim Heizen um bis zu 30 Prozent reduzieren. Einerseits entlastet diese Maßnahme jährliche Heizkosten. Andererseits wird das Klima auf diese Weise effizient entlastet. Abhängig von den baulichen Voraussetzungen der jeweiligen Immobilie ist mit einer Erneuerung des Heizungssystems ein partieller oder kompletter Umstieg auf eine Wärmeerzeugung mithilfe regenerativer Energien möglich. So lassen sich neue Gas- oder Ölheizungen mit einer Solarthermieanlage, einem Pelletofen oder einer Wärmepumpe verbinden. Auf diese Weise verbessert sich nicht nur die die CO2-Bilanz beim Heizen. Zugleich erfolgt die Wärmeversorgung unabhängiger von Entwicklungen des Gas- und Ölpreises.

Folgen einer Heizungserneuerung

Wer eine neue Heizung einbaut oder das Heizsystem modernisiert, entscheidet sich für ein zukunftsträchtiges Konzept und steigert den Marktwert des Objekts automatisch. Hinzu kommt, dass die Investitionskosten in aller Regel nicht allein getragen werden müssen. Zumeist stehen Förderprogramme zur Verfügung, die den Heizungseinbau mit mehreren tausend Euro unterstützen. Beispielsweise berät ein regionaler ostdeutscher Heizungsbauer gern über zinsgünstige Kredite oder attraktive Zuschüsse zum Einbau einer neuen Heizung.

Antworten auf offene Fragen finden

Für den Planungsprozess sollten Betroffene genügend Zeit einplanen. So sollten Verbraucher den Einbau einer neuen Anlage sorgfältig planen und sich umfassend von Fachbetrieben beraten lassen. Welches Heizsystem kommt für eigene Ansprüche in Betracht? Bestehen Ansprüche auf eine Förderung der neuen Heizung? Diese Fragen gilt es ebenso zu beantworten wie die Frage nach dem Preis des Heizsystems. Wer sich umfassend erkundigt, wird auch ganz gewiss eine Entscheidung treffen, die den Umständen im eigenen Zuhause sowie individuellen Bedürfnissen angepasst ist.

Heizsysteme fachmännisch kontrollieren lassen

Doch nicht immer ist es für Laien eindeutig, ob die alte Anlage noch immer einwandfrei funktioniert oder deren Alter bereits die empfohlene Richtlinie überschreitet. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Heizsystem von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Ein Heizungscheck gibt darüber Aufschluss, in welchem energetischen Zustand sich die komplette Heizungsanlage befindet. Zugleich informiert die Kontrolle über etwaige Sparpotenziale. Möglicherweise sind kleinere Maßnahmen wie ein Austausch der Heizungspumpe oder ein hydraulischer Abgleich ausreichend, damit die bestehende Heizung wieder voll funktionsfähig ist. Verweist der Heizungscheck auf die Notwendigkeit eines Austauschs des Wärmeerzeugers, sollten weitere Schritte für die Heizungserneuerung eingeleitet werden.

Welche Heizung passt zu welcher Immobilie?

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Wahl eines geeigneten Heizsystems. Schließlich ist es heutzutage möglich, mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Heiztechnologien klimaschonend und effizient zu heizen. Ob bewährte und allgemein bekannte Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas oder Umweltwärme sowie Sonnenenergie. Der Vielfalt sind nur wenige Grenzen gesetzt. Allerdings ist nicht jedes Heizsystem für jedes Gebäude geeignet. Beispielsweise ist für den Einbau einer Wärmepumpe samt Erdkollektor ein verhältnismäßig großes Grundstück erforderlich. Im Gegenzug muss für eine neue Heizung mit Holzpellets genügend Raum vorhanden sein, um Brennstoffe zu lagern. Eine Gasheizung funktioniert wiederum nur, falls ein Anschluss ans öffentliche Gasnetz vorhanden ist. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld einen Überblick über etwaige Optionen zu verschaffen und gemeinsam mit einem Experten die besten Möglichkeiten abzuwägen. Ganz gewiss beraten Fachhandwerker ebenfalls zu der Frage, ob die Heizungsmodernisierung ebenfalls eines Einbaus neuer Heizkörper, einer Fußboden- oder Wandheizung bedarf.

Wie viel Leistung soll die neue Heizung bieten?

Zusätzlich zu baulichen Gegebenheiten spielen individuelle Ansprüche und Vorlieben eine ausschlaggebende Rolle. Möglicherweise kommt sogar eine Kombination mehrerer Technologien in Betracht. Wer den Einbau der neuen Heizungsanlage mit so wenig Aufwand wie möglich betreiben möchte, könnte bestehende Ölheizungen oder Gasheizungen eventuell mit einem neuen Gerät mit effektiver Brennwerttechnik aufwerten. Zudem ist es sinnvoll, die Zukunftsplanung so unabhängig wie möglich von endlichen Ressourcen oder schwankenden Rohstoffpreisen vorzunehmen. Wer einen besonders hohen Wärme- und Strombedarf hat oder Strom sowie Wärme mit dem neuen Heizsystem erzeugen möchte, sollte sich über Technologien wie eine Brennstoffzellenheizung oder ein Blockheizkraftwerk informieren. Heimelige Wärme zieht mit einem Kamin- und Kachelofen in die eigenen vier Wände ein, die je nach Gerät auch an Zentralheizungen angeschlossen werden können.

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